KOMITEE F.L.A.C
TOULOUSE / HAUTE-GARONNE

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Komittee FLAC Toulouse Haute-Garonne
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Verantwortlich : Françoise LATAPIE

Labarthe/Lèze

"Spiele" mit Stieren in Labarthe-sur-Lèz

Mit allen Mitteln versucht die Stierkampflobby, überall Nischen mit harmlos aussehenden Spielen wie "toro-piscine" * oder "toro-ball" **, bei denen Stiere mitwirken und die großartig als Sommerspiele angekündigt werden, zu besetzen! Jeder Dorfplatz, jedes Stadium und jeder Tennisplatz muss herhalten, um darauf Arenen oder ähnliche Gebilde zu errichten, wo Stiere oder Stierkälber gepiesackt werden!! Als Zugabe werden die Kinder der öffentlichen Schulen aufgefordert, "schöne" Bilder mit "schönen" blutenden Stieren, mit "schönen" Spießen im Rücken und alles was dazu gehört, zu zeichnen!

Eine Gesellschaft, die sich in dieser Art und Weise amüsiert, ist hoffnungslos krank. Glücklicherweise passen die Gegner dieses blutigen Irrsinns auf und handeln entsprechend. Glücklicherweise gibt noch Leute, die vernünftig genug sind, um die Stierkampfmachenschaften anzuprangern. So in Labarthe-sur-Lèze, wo seit 2004 Mitglieder des Komitees Toulouse sich auf dem Kriegspfad befinden.

* toro-piscine = Leute reizen junge Stiere und retten sich bei Angriffen in ein Planschbecken.
** toro-ball = Fußball mit jungen Stieren

Kinderzeichnungen, die Stierkampfszenen darstellen Fest am17., 18. und 19. Juni (Brief an den Bürgermeister)
Brief der Schulbehörde an die Direktorin der Grundschule Wir danken dem Inspektor des Nationalen Erziehungswesens

Herrn
Bernard Bérail, Maire
Bürgermeister von Labarthe sur Leze
Avenue du Lauragais
31860 LABARTHE-SUR-LEZE

Betreff : Festtage in Labarthe am 17., 18. und 19. Juni

Agde,den 9. Juni 2005

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

Wir haben davon Kenntnis genommen, dass die Stadt Labarthe im Rahmen ihrer Festtage "encierros", "abrivados" organisiert, die dem blutigen Stierkampf den Weg bereiten.
Sicherlich handelt es sich noch nicht um wirkliche Stierkämpfe, doch wir wissen aus Erfahrung, dass diese Art von " Spielen " zwangsläufig zum wirklichen Stierkampf führen, selbst nach Ansicht von Olivier Baratchart, dem Direktor der Arena von Bayonne.
Wir sind keinesfalls gegen Vergnügungen, akzeptieren sie jedoch nur, wenn sie nicht zum Leid von Menschen und Tieren führen.

Im Umfeld des Stierkampfes entstehen als Begleiterscheinung der ausgeübten Gewalt jede Art von Gesetzesüberschreitungen, die leider von den Volksvertretern, die diese Veranstaltung in ihren Gemeinden zulassen, geduldet werden.

Wir möchten dazu noch bemerken, dass die positive moralische und intellektuelle Entwicklung eines Individuums oder eines Gemeinwesens, Voraussetzung für das Entstehen einer wahren Zivilisation ist. Diese muss keinesfalls keimfrei noch uniform sein, wenn die Barbarei - wie wir hoffen - dann nicht mehr stattfindet.

Dazu gehört unabdingbar die Verantwortung eines jeden Bürgers und vor allem die Verantwortung eines jeden Volksvertreters. Sind Sie also als Bürger und Garant des sozialen Zusammenhalts bereit, der Gewalt und darüber hinaus der kodifizierten und ritualisierten Gewalt entgegenzutreten?

Wir möchten schließlich noch hinzufügen, dass die Schüler von Labarthe aufgefordert wurden, ihre Sicht vom Stierkampf in all seinen Formen in einem Zeichenwettbewerb darzustellen. Diese Manipulation blieb nicht ohne Folgen. Wir haben uns an die Schulaufsicht gewandt, deren Antwort Sie beigefügt lesen können.

Wir rechnen sehr mit Ihrem guten Willen, das Veranstaltungsprogramm von Labarthe zu überdenken, indem Sie dem Respekt gegenüber Menschen und Tieren als empfindsame Lebewesen den Vorzug geben. Wir danken Ihnen im Voraus dafür, dass Sie unserem Anliegen Aufmerksamkeit schenken.

Hochachtungsvoll

Pour la F.L.A.C
La Présidente
Josyane QUERELLE