KOMITE F.L.A.C
CARCASSONNE

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Verantwortlich : Denis Boulbès


Die Akten Gespräche mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Anfrage für ein Treffen mit dem Präfekt
Das Komitee von Carcassonne wurde von der Präfektur des Departement Aude empfangen 2006
Gespräche mit Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens
Das Programm des CCAC (Comité carcassonnais pour l'abolition des corridas = Carcassonner Komitee zur Abschaffung der Corrida), wichtige politische und geistliche Persönlichkeiten des Departements wegen des Stierkampfes anzusprechen, wurde fortgesetzt und weiter entwickelt. Wir stießen auf bemerkenswerte Aufmerksamkeit und Verständnis, und entdeckten sogar interessanterweise verbales Engagement.....Mit der Ausnahme von drei Fällen, die wir im geeigneten Augenblick bekannt geben werden, wurde der Dialog nicht verweigert.

Kürzlich haben wir auch den Bürgermeister von Carcassonne um ein Treffen gebeten und werden noch einmal den Präfekten des Departement Aude ansprechen, nachdem wir beim ersten Mal keine Antwort bekamen.
Unsere Forderung ist ganz einfach und bezieht sich auf das, was in Katalonien schon besteht : Kindern den Besuch von Arenen zu verbieten. Wir möchten daran erinnern, dass es sich bei diesen blutigen tödlichen Spektakeln um grausame Wirklichkeit handelt. Sie sind also keine Scheinkämpfe, bei denen das Schwert nur aus Holz besteht und das Opfer sich anschließend wieder zum Applaus erhebt. Die Demütigung, die Erschöpfung , das Schreien, das Blut, der Tod von 6 Stieren bzw. Jungstieren - Pflanzen fressenden Wiederkäuern, Säugetieren höherer Ordnung, die physisch und psychisch hoch empfindlich sind, deren einziger " Fehler " es ist, schwarz und mit Hörnern geboren zu sein - wiederholt sich alle 20 Minuten an jedem Nachmittag einer Corrida und dient zum reinen Vergnügen der Zuschauer.

Das französische Gesetz untersagt für das ganze Territorium Tierquälerei und schützt Minderjährige vor perversen Schauspielen, bei denen gewisse Leute ihre Opfer als schuldig am eigenen Todeskampf ansehen. Die unverständliche Ausnahmeregel (1) des französischen Tierschutzgesetzes, die Stierkämpfe in Carcassonne zulässt, kann nicht auf die französischen Jugendschutzgesetze angewandt werden.

Denis Boulbès
Verantwortlich für das CCAC

(1) Das französische Tierschutzgesetz lässt Tierquälerei bei Stier- und Hahnenkämpfen zu, wenn eine ununterbrochene lokale Tradition besteht.

Anfrage für ein Treffen mit dem Präfekt

Sehr geehrter Herr Präfekt,

Wir erlauben uns, unsere Bitte vom 15. Januar für ein Gespräch mit Ihnen zu wiederholen.
Seit vier Jahren werden in unserem Departement Dorffeste mit Stierkampf ähnlichen Spektakeln immer mehr, bei denen jedoch die Stiere (noch) nicht getötet werden. Die Feste werden jetzt Ferias, der Getränkeausschank Bodega und die organisierende Klicken Bandas genannt. Es sind also noch keine echten Corridas, bei denen die Stiere getötet werden. Diese Veranstaltungen könnten jedoch als trojanisches Pferd zur Einführung von Stierkämpfen dienen.

Dieser Entwicklung ist nicht unbedingt von den Veranstaltern gewollt, doch die Präsenz und aktive Unterstützung durch die Anführer des Carcassonnner Stierkampfclubs und anderer Stierkampfvereine deutet auf deren Absichten hin. Für sie geht es darum, wie sie selbst zugeben, eine Stierkampftradition im Departement Aude zu etablieren, um die Lücke zwischen den Südosten und Südwesten Frankreichs zu füllen. Aus dem gleichen Grunde haben sie sich auf das Departement Haute-Garonne (um Toulouse) konzentriert und wenden sich nun dem Departement Ariège (südlich von Toulouse) und der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur zu.
Für den Stierkampfclub von Carcassonne geht es im Nachherein auch darum, die seltsame Argumentation zu stützen, mit der sie den Prozess für die Wiedereinführung des Stierkampfs in Carcassonne gewonnen haben; z.Bsp. soll der Verein ortsansässige 650 Mitglieder haben (was nie bewiesen wurde und was weit mehr ist als die 40 Personen einschließlich auswärtiger Gäste, die an der Generalversammlung teilnahmen).

Die Lieferanten der Stiere für diese Dorffeste sind übrigens oft dieselben, die auch die Toros der Stierkämpfe liefern. Der spanische Markt, der durch den beinahe totalen Ausfall der katalonischen Stierkämpfe und den Rückgang in anderen Gebieten geschwächt wurde, erfordert die Suche nach neuen Kunden.
In diesem Jahr werden in Carcassonne noch einmal 18 Stiere bzw. Jungstiere "bekämpft" (Ausdruck der Stierkampfanhänger), d.h. sie werden gezwungen, für ihr Überleben zu kämpfen, sie werden nach den Regeln des Stierkampfes verletzt und gequält und anschließend mit der blanken Waffen getötet.
Diese Spektakel sind keine Scheinkämpfe, die Schwerter sind nicht aus Holz und das Opfer erhebt sich nicht wieder für den Applaus. Die Demütigung, die Erschöpfung , das Schreien, das Blut, der Tod von 6 Stieren bzw. Jungstieren - Pflanzen fressenden Wiederkäuern, Säugetieren höherer Ordnung, die physisch und psychisch hoch empfindlich sind, deren einziger " Fehler " es ist, schwarz und mit Hörnern geboren zu sein - wiederholt sich alle 20 Minuten an jedem Nachmittag einer Corrida und dient zum reinen Vergnügen der Zuschauer. Das französische Gesetz untersagt für das ganze Territorium Tierquälerei und schützt Minderjährige vor perversen Schauspielen, bei denen gewisse Leute ihre Opfer als schuldig am eigenen Todeskampf ansehen. Die unverständliche lokale Ausnahmeregel des französischen Tierschutzgesetzes, die Stierkämpfe in Carcassonne zulässt, kann unseres Erachtens nicht auf die französischen Jugendschutzgesetze angewandt werden. Wenn wir auch im Augenblick nicht verhindern können, was nach unserer Meinung gegen die Gerechtigkeit und die Achtung des Lebens und der Art, wie man ihm ein Ende bereitet, verstößt, glauben wir, dass es unwürdig ist, solche Szenen Minderjährigen zugänglich zu machen.
Wir wünschen uns, dass aufgrund Ihrer Initiative, Maßnahmen zum Schutz der Jugendlichen ergriffen werden. In der Hoffnung, Ihr Verständnis und Ihre Zustimmung für einen neuen Termin zu finden, verbleiben wir
Mit vorzüglicher Hochachtung

Denis BOULBES
Verantwortlich für das CCAC

Das Komitee von Carcassonne wurde von
der Präfektur des Departement Aude empfangen
Ein zufriedenstellender und lang andauernder Empfang!

Wir haben uns für ein Verbot des Besuchs von Stierkämpfen für Minderjährige oder unbegleitete Minderjährige oder mindestens für die Auflage einer Warnung vor dem Eintritt eingesetzt.
Wir haben den Präfekt vor der Teilnahme von Minderjährigen an " bolsin " (Stierkampfwettbewerben) mit Banderillas und Todesstoss gewarnt.
Ebenfalls haben wir verlangt, dass rigorose Kontrollen an getöteten Stieren, wenn möglich vor dem Abschneiden von Trophäen, durchgeführt werden.
Trotz des freundlichen Empfangs haben wir keine Illusionen; dennoch ist dieser Besuch, den wir in der Presse angekündigt haben und der schon einmal verschoben wurde, für uns ein Pluspunkt.

Denis Boulbès

Wie arbeitet die F.L.A.C / 2005